Die Freiwillige Feuerwehr Frantschach – St. Gertraud erweitert ihre Schlagkraft im Bereich der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Am 10. Februar 2026 wurde bei der Firma Kofler Fahrzeugbau in Lana (Südtirol) das neue Waldbrandmodul offiziell übernommen.

Bereits im Jahr 2023 wurde das Kommandofahrzeug (KDO) durch Kofler Fahrzeugbau mit einem flexiblen Wechselmodulsystem ausgestattet. Dieses ermöglicht es, innerhalb kürzester Zeit und mit nur zwei Personen verschiedene Module auf- und abzurüsten. Nun wurde das System um ein speziell entwickeltes Waldbrandmodul ergänzt, das gezielt für Einsätze bei Wald-, Flächen- und Vegetationsbränden konzipiert wurde.

Nach einer umfassenden Einschulung vor Ort überführten Mitglieder des Feuerwehrausschusses das neue Modul in das Rüsthaus der FF Frantschach – St. Gertraud.

Optimiert für schwieriges Gelände

Das neue Einsatzmodul überzeugt insbesondere durch seine Geländetauglichkeit und Flexibilität. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Tanklöschfahrzeug wiegt das Trägerfahrzeug mit Modul lediglich 3,5 Tonnen und ist in seinen Abmessungen nicht größer als ein Pkw. Dadurch eignet es sich ideal für schwer zugängliche Wald- und Vegetationsbrandgebiete.

Sollte selbst die Geländegängigkeit des Toyota Hilux an ihre Grenzen stoßen, kann das Modul dank integrierter Anhängepunkte per Hubschrauber in noch unwegsameres Gelände transportiert und dort stationiert werden.

Die eingebaute Motor-Pumpenkombination ermöglicht zudem eine autarke Wasserversorgung. Das Modul kann sich selbstständig aus offenen Gewässern wie Bächen ansaugen oder alternativ über Hydranten sowie Tanklöschfahrzeuge gespeist werden.

Technische Details im Überblick

Das Waldbrandmodul verfügt über:

  • einen 400-Liter-Wassertank
  • eine Hochdruckpumpe mit 80 Litern pro Minute bei 50 bar
  • einen 1-Zylinder-4-Takt-Motor mit 11,7 PS (Modell Honda GX390, 389 cm³ Hubraum)
  • zwei Schlauchhaspeln mit jeweils 100 Metern Schlauchlänge

Die beiden Schlauchleitungen können mittels Schnellverschlüssen zu einer 200 Meter langen Leitung verbunden werden, wodurch sich der Aktionsradius bei Wald- und Vegetationsbränden erheblich erweitert. Die eingesetzten Strahlrohre sind variabel einstellbar – mit einem Handgriff kann zwischen Vollstrahl und Sprühstrahl gewechselt werden.

Finanzierung und Dank

Die Finanzierung des Waldbrandmoduls wurde durch Fördermittel des Bundes ermöglicht. Der verbleibende Restbetrag wurde von der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud übernommen. Das neue Modul steht bei Bedarf nicht nur im Gemeindegebiet, sondern im gesamten Bezirk Wolfsberg sowie darüber hinaus im Einsatz.

Ein besonderer Dank gilt Kamerad Klaus Dobrovz und seiner Firma fireSol TB GmbH für die Ausarbeitung des Waldbrandkonzeptes, welches eine wesentliche Grundlage für die positive Abwicklung der Bundesförderung darstellte.

Mit dieser Investition setzt die FF Frantschach – St. Gertraud einen wichtigen Schritt zur weiteren Professionalisierung und Stärkung der regionalen Waldbrandbekämpfung.